Die neuapostolischen Kirchengemeinden Horrheim, Ensingen und Sersheim feiern dieses Jahr Kirchenjubiläum: Horrheim das 125ste, Ensingen das 100ste und die Gemeinde Sersheim wurde 75 Jahre alt, zusammen sind die Gemeinden damit 300 Jahre alt.
Aus diesem Anlass fand am Samstag, 17. Mai 2025, in der Kirche in Vaihingen/Enz-Horrheim ein Konzert des Männerchores des Kirchenbezirks Bietigheim-Bissingen statt. Dieses war geprägt von Werken des Komponisten Franz Schubert; eingestreut waren kleine Berichte aus der Geschichte der drei Gemeinden.
Zu Beginn des Konzerts erklang eine Bearbeitung von Schuberts „Wandrers Nachtlied“ (D 224) für Männerchor und Klavier (am Klavier: Helmut Kümmerer, Stuttgart) auf den Text von Goethes „Der du von dem Himmel bist“. Die mit diesem romantischen, innigen Vortrag hervorgerufene Stimmung wurde vom folgenden „Ständchen“ (D 957), eine Klavierbearbeitung des gleichnamigen Kunstlieds aus Schuberts „Schwanengesang“, von Helmut Kümmerer einfühlsam fortgeführt. Mit Stücken „Gott der Weltschöpfer“ (D 986) und dem „23. Psalm“ (D 706) setzte der Männerchor (Choreinstudierung: Peter Bailer, Leitung: Walter Böttiger) weitere Akzente.
Im Mittelpunkt des Konzerts stand die „Deutsche Messe“ (D 872), die Schubert 1826 auf Texte von Johann Philipp Neumann komponiert hatte und die der Männerchor, an der Orgel begleitet von Karlheinz Grotz, Horrheim, vortrug. Einige der Stücke der „Deutschen Messe“, wie das Eingangsstück „Wohin soll ich mich wenden“, die Vertonung zum Gloria „Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe“ oder das „Heilig, heilig“ sind zu populären Vortrags- und Repertoirestücken vieler Kirchenchöre geworden. Beim Hören der Messe in ihrer Gesamtheit wurden im Konzert die inhaltlichen und musikalischen Bezüge zwischen den einzelnen Stücken der Messe deutlich. Dabei zeigte der Männerchor eine große Bandbreite an dynamischen Fähigkeiten und klanglichen Farben.
Umrahmt wurden die Vorträge des aus ca. 25 Mitgliedern bestehenden Männerchores von Klavierkompositionen von Franz Schubert, so dem Impromptu As-Dur, D 935, und dem Allegretto c-Moll, D 915, die Helmut Kümmerer sehr transparent und gefühlvoll interpretierte.
Die ca. 180 anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen die intensive, innige Stimmung des Konzerts gerne auf und dankten Chor und Pianisten am Ende mit einem herzlichen und sehr langandauernden Applaus, zu dem sich das Publikum sogar von seinen Sitzen erhob, für das sehr gelungene Konzert.
Das Konzert wurde am Sonntag, 18. Mai 2025, in der Neuapostolischen Kirche in Pforzheim-Brötzingen wiederholt.