Am Sonntag, den 04.01.2026 feierte die Kirchengemeinde Sachsenheim einen denkwürdigen Gottesdienst zum Jahresauftakt. Durchgeführt wurde dieser von Apostel Jürgen Loy, der als Grundlage das Bibelwort aus Markus 5, Vers 36 „Fürchte dich nicht, glaube nur“ verwendete.
Diese Passage aus der Heiligen Schrift dient auch als Jahresmotto 2026 der Neuapostolischen Kirche. Somit war der Gottesdienst eine gute Gelegenheit, die Festgemeinde Sachsenheim sowie alle vor Ort und per Video-Livestream teilnehmenden Glaubensgeschwister aller 13 Gemeinden des Kirchenbezirks Bietigheim-Bissingen auf das neue Jahr einzustimmen.
Zu Beginn des Gottesdienstes trug der Chor, bestehend aus Sängern mehrerer Gemeinden, das Lied „Meine Seele ist stille in dir“ vor und stimmte die Gottesdienstteilnehmer auf die Predigt ein. Apostel Jürgen Loy betonte, welch große Ressource der Glaube für die Menschen sein kann und der Beginn eines neuen Jahres die Möglichkeit biete, den eigenen Glauben aufs Neue entdecken zu können, gestärkt durch die Kraft Gottes. Er ordnete das Bibelwort in den konkreten Kontext der Bibel ein und wies dadurch darauf hin, dass Jesus den Weg immer mit uns gehe, auch wenn dieser nicht immer gerade verlaufe. Wenn kein Weg mehr sichtbar sei, komme die Botschaft „Fürchte dich nicht“ besonders zum Tragen, denn dort beginne der Weg mit Jesus, der uns die Zusage gegeben habe, immer bei uns zu sein.
Neben dem Besuch des Apostels war eine weitere Besonderheit des Gottesdienstes die Ruhesetzung des Hirten und Gemeindevorstehers Karl-Heinz Rau, des Priesters Günter Schmid sowie des Diakonen Theo Baumgärtner. Vorbereitend darauf wurde vor Gottesdienstbeginn mit Klavier und Querflöte das Lied „Kein Wörtlein geht verloren, was liebend du gestreut“ vorgetragen, als kleiner Dank der Gemeinde für viele Jahre großzügigen Engagements der drei Amtsträger.
Der aktuelle Gemeindevorsteher sowie der zukünftig in dieser Funktion fungierende Evangelist Steffen Gottschalk, der bereits viele Jahre Amtsträger in Sachsenheim ist, ergänzten die Predigt mit ihren Gedanken. Hirte Karl-Heinz Rau betonte die Worte des Apostels, dass es immer Sorgen, Ängste und Nöte geben werde, das entscheidende jedoch sei, wie wir damit umgingen und dass wir durch den Glauben Mut, Kraft und Hoffnung erhalten können. Er verwies auch auf den Katechismus, der das neuapostolische Glaubensbekenntnis beschreibt. Evangelist Steffen Gottschalk ergänzte Gedanken zum Jahresmotto 2025 „Es ist Zeit, Gutes zu tun“, welches weiterhin Bestand haben kann. Der Glaube sei ein Geschenk Gottes und möge uns innere Kraftquelle für das neue Jahr sein.
Im Anschluss an das Heilige Abendmahl folgte durch Bezirksvorsteher Thomas Härdter die Würdigung der drei Amtsträger, welche sich über sehr viele Jahre mit hohem Maß an Engagement für die Kirche und die Gemeinde in vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten selbstlos eingesetzt haben und dies in Teilen weiterhin tun. Neben der Beauftragung des neuen Gemeindevorstehers hatte die Gemeinde Sachsenheim weiteren Grund zur Freude. Die beiden Diakone Dennis Breckle und Tobias Wenzel gaben ihr „Ja“ zur neuen Aufgabe als Priester in der Gemeinde. Darüber hinaus erhielt Glaubensschwester Stefanie Neumann-Teutsch als erste Frau des Kirchenbezirks die Aufgabe, als Diakonin in der Gemeinde zu dienen.
Zu diesem denkwürdigen Tag kam erfreulicherweise auch der Pfarrer der evangelischen Kirche in Sachsenheim, Dieter Hofmann. In einem Grußwort betonte er die positiven Entwicklungen der christlichen Kirchen in Sachsenheim und welche wichtige Rolle Hirte Karl-Heinz Rau dabei spielte. Auch weiterhin solle der Blick auf das gerichtet werden, was uns eint, der Glaube an Jesus Christus, und darauf, dass die Glaubensgemeinschaften aufgrund unterschiedlicher Aspekte gegenseitig voneinander profitieren können.
Im Anschluss bot sich die Gelegenheit, den zur Ruhe gesetzten und neu ordinierten Amtsträgern persönliche Worte und Umarmungen bei der Verabschiedung entgegenzubringen sowie sich bei einem Sektempfang auszutauschen.