Am 29. Juni 2025 wurde Apostel Martin Rheinberger, aus dem Apostelbereich Karlsruhe, durch Stammapostel Jean-Luc Schneider als Bezirksapostelhelfer beauftragt und zum designierten Nachfolger des heutigen Bezirksapostels Michael Ehrich benannt. Bereits am 9. Juli 2025 meldete sich der neue Bezirksapostelhelfer zu dem ohnehin geplanten Besuch von Apostel Jürgen Loy an und führte den Gottesdienst in der Kirche in Bietigheim durch.
Auch Bischof Matthias Grauer konnte den Termin freimachen und kam zu Besuch in die Gemeinde. Der Gottesdienst wurde in die Übertragungsgemeinden des Bezirks und als Livestream angeboten, sodass alle interessierten Glaubengeschwister des Bezirks den Gottesdienst miterleben konnten.
Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus 1. Petrus 5 Vers 10 zu Grunde: „Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen.“ Zu Beginn ging er auf das Lied des Chores ein und zeigte auf, dass die Liebe Gottes das ewige Leben schenke. Er nahm Bezug auf den Gottesdienst vom 29. Juni 2025 und die Botschaft des Stammapostels: Gemäß den Worten Jesus Christus – „Wer mich liebt, der hält meine Gebote.“ (Johannes 14, 21) – erwarte Gott, dass wir ihn lieben.
Der Bezirksapostelhelfer führte zum Bibelwort aus, dass der „Gott aller Gnaden“ bereits in der Taufe Gnade schenke. Eine Zusage Gottes, dass die Gläubigen in seine Kirche, in sein Volk eingegliedert werden und zur Kirche Christi gehören. Er führte weiter aus, dass Gott so viel Gnade mitbringe, dass die Menschen bei der Wiederkunft Christi in die Herrlichkeit Gottes gehen dürfen. So solle keine Sorge um die Wiederkunft Christi bestehen, sondern diesem Ziel könne mit dem Wissen der großen Gnade Gottes entgegengegangen werden.
Das Bibelwort spricht von den Gläubigen „… die [ihr] eine kleine Zeit leide[n]…“. Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger führte aus, dass nicht von einer kurzen Zeit geschrieben wurde, sondern von einer kleinen Zeit und sagte dazu, dass es Zeiten gebe, die Menschen klein machen: Wenn Menschen in Not sind, in Krankheiten und Belastungen. In zwei Beispielen zeigte er, was innerhalb der Kirche belasten und klein machen kann: In der Unvollkommenheit, die auch in der sichtbaren Kirche, d.h. in der Seelsorge und in den Gemeinden vorhanden ist und in der Tatsache, dass wir trotz allem Bemühen Sünder sind. Aber Gott richte auf wie Jesus die Sünderin aufgerichtet hat (vgl. Johannes 8, 3ff). Gott schenke den Gläubigen in der Sündenvergebung Gnade.
In seinem Predigtbeitrag führte Apostel Jürgen Loy aus, dass auch Saulus unvorstellbare Gnade Gottes erfuhr, die ihn zu Paulus, zu einem ganz großen Apostel Gottes machte. Gott hat Paulus einen Hoffnungsraum aufgemacht. Diesen Hoffnungsraum mache Gott auch für die Gläubigen auf. Was Gott den Erlösten schenken werde, so der Apostel, werde größer sein als alles, was auf der Erde ist.
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl verwies Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger auf die Evangelisten, die auf der Altarrückwand des Kirchengebäudes abgebildet sind und die Tatsache, dass im Johannesevangelium nur ganz kurz vom Abendmahl vor dem Passahfest berichtet werde. Johannes führe jedoch darin aus, wie Jesus Christus die Schürze anzog und seinen Jüngern darin diente und ihnen die Füße wusch. Dies zeige das Wesen Jesu „der Größte unter euch sei euer“ (vgl. Matthäus 23, 11).
In diesem Gottesdienst setze Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger Priester Helmut Veigel aus der Gemeinde Bietigheim-Bissingen in den wohlverdienten Ruhestand. Er dankte dem Priester für sein Dienen als Diakon und Priester über einen Zeitraum von 45 Jahren. Nach dem Schlussvortrag des Chors wurde das Angebot einer Erfrischung und eines persönlichen Austauschs rege genutzt.