In einem denkwürdigen Gottesdienst am Mittwoch, den 23. September 2026, erlebte die Gemeinde Sachsenheim, gemeinsam mit den Gemeinden aus Hohenhaslach, Markgröningen und Oberriexingen, eine Fülle an besonderen Segenshandlungen. Dabei spendete Apostel Jürgen Loy drei Glaubensbrüdern das Sakrament der Heiligen Versiegelung, versetzte Diakon Mannsperger in den altersbedingten Ruhestand und ordinierte Glaubensschwester Löw als Diakonin.
Seiner Predigt legte der Apostel einen Versteil aus Epheser 2, 14 zugrunde, „denn er (Jesus Christus) ist unser Friede“. Wichtig für die Glaubenden sei es, zu erkennen, dass Jesus der Friede tatsächlich ist, nicht nur als Vorstellung oder in einem Entwicklungszustand. Mithin werde in jedem Gottesdienst der Frieden aus Jesu Christi zugesprochen. An jedem Einzelnen liege es, diesen aufzunehmen und wirken zu lassen. Ist ER in uns, haben wir Frieden.
Die Realität zeige jedoch, wie schwer uns Menschen das in unsicheren und friedlosen Zeiten oft falle. Auch bezugnehmend auf den internationalen Tag des Friedens der Vereinten Nationen am 21. September 2026, verwies er auf den Umstand, wie schwer sich Staaten und Gesellschaften, politische Lenker und Autoritäten tun, Frieden zu schließen. Auch sei die Diskrepanz zwischen einem schnell ausgelösten Krieg und der dann mit riesigem Aufwand und Anstrengung verbundenen Schlichtung und Beilegung enorm groß. Dies gelte aber auch im individuellen Zusammenleben, in dem sich oft Mauern und Trennungen auftun, wo Gruppen nur noch in ihrer eigenen Blase lebten. Die Aufgabe und Herausforderung sei es, Gräben zu überwinden, aufeinander zuzugehen und Schnittmengen mit den Nächsten zu finden. Immer wieder festzustellen seien die Schläge der „zwei Herzen in einer Brust“, nämlich einerseits die Sehnsucht nach Frieden, aber andererseits auch das Beharren auf der eigenen Position und Meinung. Mit dem innewohnenden Frieden Jesu Christi und seiner Gnade hätten Christinnen und Christen die Voraussetzungen, Frieden zu leben, um selbst auch Frieden stiften zu können.
Ein Höhepunkt des Abends war die sakramentale Spendung der Heilgen Versiegelung. Hier brachte der Apostel seine große Freude zum Ausdruck, dass den Glaubensbrüdern Esslinger, Teutsch und Löw diese besondere Beziehung zu Gott so wertvoll und wichtig war. Auch zur Übernahme der Verantwortung, des Bekenntnisses und der Nachfolge Jesu Christi sprach er seine herzlichen Glück- und Segenswünsche aus.
Bei der anschließenden Ruhesetzung bedankte sich der Apostel bei Diakon Mannsperger für seine Treue und seinen großen Einsatz in vielen Jahrzehnten sowie für seinen immer mit großer Freude geleisteten Dienst in der Gemeinde.
Tief berührt erlebte die Gemeinde dann die Ordination von Glaubensschwester Löw zur Diakonin. Mit großer Freude dankte der Apostel für ihre Bereitschaft, dem Ruf Gottes zu folgen und ihre Gaben in seinen Dienst zu stellen. Wohl seien es herausfordernde und verantwortungsvolle Aufgaben, die mit diesem Amt verbunden seien, doch dürfe sie sich Gottes Segen und Hilfe sicher sein und ebenso der Zustimmung der dankbaren Gemeinde, die sie gerne aufnehme. Gottes reichen Segen wünschend hieß er die Diakonin auch im Kreis der Geistlichen willkommen.
Der Festgottesdienst, der vom gemischten Gemeindechor, einem Doppelquartett, Klavier, Querflöte und Orgel beeindruckend musikalisch umrahmt wurde, klang mit dem Schlussvortrag sowie den Glückwünschen und Verabschiedungen der Gemeinde freudig aus.