Gottesdienst mit Apostel Loy am 16. Februar 2025 .
In Sachenheim feierten die Gemeinden Hohenhaslach, Markgröningen, Metterzimmern, Oberriexingen und Sachsenheim gemeinsam einen Festgottesdienst, der besonders von der Ruhesetzung des Markgröninger Gemeindeevangelisten und Vorstehers Dieter Kraiß geprägt war.
Angeregt vom ersten Chorbeitrag eröffnete Apostel Loy seine Predigt mit der Empfehlung, sich bewusst zu machen, dass Gott in unserem Leben immer da ist und seine Präsenz allen erlebbar werden kann, die ihn suchen. Er stellte dazu das Psalmwort „Denn der Herr hat Zion erwählt, und es gefällt ihm, dort zu wohnen“ in den Mittelpunkt (Psalm 132, 13).
Was bedeutet dieses Zitat aus einem antiken Wallfahrtslied heute, noch dazu vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Zustände auf dem Berg Zion (Jerusalem)? Sollte es Gott tatsächlich gefallen, in dieser Krisenregion zu wohnen?
Apostel Loy verwies dazu auf die Souveränität Gottes: so wie damals seine Wahl auf ein kleines Volk fiel, so falle seine Wahl auch heute auf die Menschen, unabhängig äußerer Umstände und Lebensbedingungen. Die Aufgabe heute sei, Jesus Christus anzunehmen, die Wahl zuzulassen und den Glauben in seine Gemeinde einzubringen. Vergleichbar mit einem Mehrgenerationenhaus bringen sich die unterschiedlichen Altersgruppen zum Gefallen Gottes ein, dort möchte er wohnen. Dass dieses „Zusammen-Wohnen“ unterschiedlichster Gläubiger nicht immer einfach ist, das weiß der Herr und schenkt dazu seine Präsenz, sein Wort und die Sakramente. Alle Bewohner seien aufgefordert, das beste Achtsamkeits-Rezept anzuwenden, nämlich das Doppelgebot der Liebe: Gott über alles und den Nächsten wie sich selbst zu lieben. Wo diese Hausregel beachtet wird, gefalle es Gott, zu wohnen.
In seinem letzten Predigtbeitrag hinterließ Evangelist Kraiß gleichsam als Vermächtnis das bekannte Jesaja-Wort: „Du sollst mein Knecht sein; ich erwähle dich und verwerfe dich nicht –, fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit“ (Jesaja 41, 9.10).
Priester Michael Schert, der als neuer Vorsteher der Gemeinde Markgröningen berufen werden sollte, betonte in seinem „Vorstellungs“-Beitrag das Geschenk des Glaubens, das uns allen gegeben ist, aber auch die Notwendigkeit, Gottes Erwählung und sein Wohlgefallen, bei uns zu wohnen, aktiv zuzulassen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgte die Ruhesetzung von Gemeindeevangelist Dieter Kraiß sowie die Berufung des neuen Gemeindevorstehers für Markgröningen, Priester Michael Schert, und dessen Stellvertreter Priester Thomas Birmelin.
Mit dem Dank an Chor und Orchester für die schöne musikalische Umrahmung beschloss Apostel Loy den denkwürdigen Festgottesdienst.