Der 3. Juli 2024, ein Mittwochabend in der Kirche in Markgröningen und eine Kern-Botschaft aus einer nahezu 2000 Jahre alten Predigt! Das erlebte die Kirchengemeinde (gemeinsam mit den Gemeinden Hohenhaslach, Oberriexingen und Sachsenheim) im Gottesdienst, den Apostel Jürgen Loy durchführte.
Wie der Fokus auf einen Vers (Lukas 6, 38) aus der bekanntesten Predigt Jesu Christi zeigte, haben diese Ratschläge und Empfehlungen im Laufe der Zeit nichts an Wahrheit und Aktualität für die Gläubigen verloren. „Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen“.
Den Menschen sei von Gott so viel und reichhaltig gegeben, wie wir es uns oft nicht bewusst sind, so führte der Apostel aus. Er verwies auf Psalm 8, in dem eine kaum fassbare Aussage zum Ausdruck kommt: „… was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt“ (Verse 5, 6).
Dieses schier unbegreiflich Große hat Gott dem Menschen gegeben und zugetraut, „wenig niedriger“ als er selbst zu sein und mit einem Vollmaß an Gaben und Segnungen ausgestattet! Ist damit der Appell in der Bergpredigt, auch selbst zu geben, nicht verständlich und berechtigt? Wir alle sind aufgerufen, dabei den Maßstab Gottes anzulegen und nicht ein bisschen oder abwägend zu geben, sondern großzügig in „vollem und überfließendem Maße“.
Angesprochen sind dabei direkt ich und du, es solle kein „man sollte geben“ sein, auch sollte man keine Bedingungen setzen, „wenn der andere dies und das zuvor erbringt, könne man ja auch etwas geben“ oder Ähnliches. Solche Abwägungen verbieten sich, wenn man ernsthaft dem Ratschlag folgen möchte, da ja jeder Einzelne mit dem eigenen Maß bestimmt, wie ihm schließlich selbst zugemessen wird. Gott spricht dich an, in deinem Leben Hilfe, Liebe, Fürsorge, aber auch Vergebung und Barmherzigkeit zu geben, nach seinem Maßstab. Perfekt und vollkommen wird es mir nicht immer gelingen, aber mit der richtigen Haltung wird Gott den Rest dazugeben.
Unterstrichen wurde diese Aufforderung auch im Predigtbeitrag des Bezirksvorstehers Thomas Härdter, der unter anderem auf die Bedeutung und Notwendigkeit hinwies, vom oft praktizierten Motto „Wie du mir, so ich dir!“ wegzukommen hin zum christlichen „Wie Gott mir, so ich dir!“
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bedankte sich der Apostel für die Aufnahme und schöne Gestaltung sowie für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes, der anschließend noch in manchen Gesprächen bei Getränken und Knabbereien nachhallte.