Bischof Matthias Grauer besuchte am 25. Januar 2026 die Bezirksgemeinde Ost in Bietigheim-Bissingen.
Für diesen Gottesdienst diente das Bibelwort aus Johannes 2, 9 – 11 als Grundlage: „Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.“
Dieses Bibelwort handelt von dem ersten Zeichen Jesu, als er Wasser in Wein verwandelte.
Der Bischof ging in seiner Predigt auf dieses Zeichen ein. Obwohl die Jünger Jesu das vollbrachte Wunder selbst miterlebten, musste ihr Glaube an Jesus erst wachsen. Sie ließen das Wunder erst einmal auf sich wirken, verbunden mit Fragen, Zweifeln und Unsicherheiten. Der Glaube und die Erkenntnis, dass Jesus Gottes Sohn ist, war auch für seine Jünger ein Entwicklungsprozess.
„Wir haben keinen Anspruch auf ein Wunder“ so der Bischof, „aber wir können solche Zeichen nehmen, um uns den Glauben stärken zu lassen." Mit Freude und Zuversicht könne so das Gefühl auf die Wiederkunft Jesu Christi gesteigert werden.
Jesus ist interessiert an uns und möchte, dass wir zu ihm kommen und Freude haben. Und obwohl wir das wissen, brauchen wir doch ab und zu auch einmal "einen Schubs" um der Einladung, zu ihm zu kommen, zu folgen.
Dieses Zeichen soll uns auffordern, im Gottvertrauen auch zurückzuschauen, um besser zu verstehen. Der Bischof sagte wörtlich „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.“.
Der Gottesdienst wurde vom gemischten Chor und einem Vocalensemble musikalisch mitgestaltet.