Der Bezirksvorsteher Christian Probst aus dem Kirchenbezirk Reutlingen besuchte am 9. November 2025 im Rahmen des Bezirksämteraustausches die Gemeinden Bietigheim-Bissingen und Ingersheim. Als Bibelwort zum Gottesdienst dienten die Worte „vom Weltgericht“ aus Matthäus 25,40 "Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan".
Nach der Verlesung des Bibelwortes trug der Gemeindechor das Lied “Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe“ vor, worauf der Bezirksvorsteher mit Nachdruck einging. Er unterstrich den Begriff „wahrhaftig“: Wahrhaftige Liebe ist Liebe ohne Berechnung. So sollen wir uns unserem Nächsten begegnen.
Der Bezirksvorsteher ging auf das Bibelwort ein: Jesus gab den Jüngern ein Gleichnis, in dem ein König kommt und Gericht hält. In dem Gleichnis wird eine Herde Schafe nach ihren Taten beurteilt und in Schafe als die Gerechten und in Böcke als die Ungerechten trennt. Entscheidend für das Urteil ist, ob man sich um seinen Nächsten, vor allem um die Leidenden und Bedürftigen gekümmert hat. Jesus zeigt, dass der Dienst am Nächsten auch als Dienst an Jesus Christus anzusehen ist. Der Bezirksvorsteher führte am Beispiel eines persönlichen Erlebnisses aus, dass wir uns dem Dienst am Nächsten nicht entziehen sollen. Zum Abschluss seiner Predigt gab er noch eine Orientierungshilfe: „Wo steht Jesus? Danach richtet sich alles aus!“.
Des Weiteren predigten auch Priester Thorsten Pfeiffer sowie Hirte Reiner Kimmich mit. Beide gingen nochmals auf den Begriff der wahrhaftigen Liebe ein. Priester Pfeiffer sagte, dass die Liebe im Sinne Jesu uns leiten soll. Jesus beurteilt nicht das Ergebnis unserer Taten, sondern unsere Einstellung. Hirte Kimmich führte in seinem Predigtbeitrag auf das heilige Abendmahl hin. Er stellte den Begriff der Wahrhaftigkeit in Bezug auf unsere Vergebungsbereitschaft in den Mittelpunkt. Wenn wir mit wahrhaftiger Vergebungsbereitschaft zu unserem Nächsten stehen, dann dürfen auch wir die Gnade Jesu Christi mit offen Händen nehmen.
Nach dem Gottesdienst bedankte sich der Bezirksvorsteher Probst bei den Gottesdienstteilnehmenden für die herzliche Aufnahme in der Gemeinde. Er verabschiedete sich noch persönlich von allen Anwesenden.
Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst vom Chor der beiden Gemeinden sowie durch Orgel und Klavier.