Den letzten Gottesdienst im alten Jahr feierte Apostel Jürgen Loy, der von Bezirksevangelist Thomas Härdter begleitet wurde, in der Kirche Ingersheim.
Dieser Festgottesdienst war krönender Abschluss des Jahres 2012 und zugleich besonderer Höhepunkt im Leben der über 80-jährigen Gemeinde. „Deiner Gegenwart Gefühl, sei mein Engel, der mich leite, dass mein schwacher Fuß nicht gleite, nicht sich irre von dem Ziel“ (Chorliederbuch Nr. 230 Strophe 3). Dieses Lied sang der gemischte Chor gleich zu Beginn des Gottesdienstes. Hierauf eingehend wünschte Apostel Loy der Gemeinde, dass alle den Gottesdienst bewusst mitfeiern mögen und so die Gegenwart Gottes fühlen, spüren und erleben können.
Apostel Loy empfahl zum Jahresende, mit Bedacht Ballast des alten Jahres zurück zu lassen und Dinge, die es nicht wert sind, nicht mit ins neue Jahr zu nehmen. Dazu sei es wichtig, die Aufforderung des Apostels Petrus zum „Entsorgen“ zu beherzigen: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch!“ (1. Petrus 5, 7 ). Damit lösen sich die Sorgen nicht in Nichts auf, aber sie verlieren ihren bedrohlichen und niederdrückenden Charakter. Der Apostel sagte: Gott vermag unseren Sorgen die Wucht zu nehmen!
„Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet“ (Offenbarung 3,8). Zum Jahresabschluss 2012 bestimmte dieser Text aus den Sendschreiben in der Offenbarung des Johannes den Gottesdienst. Er galt seinerzeit der Gemeinde in Philadelphia; der Gemeinde, der ein tadelloses Zeugnis ausgestellt wurde. Zudem ist der Name Programm: Philadelphia bedeutet aus dem Griechischen übersetzt Bruder- oder Geschwisterliebe – eine Tugend, die wir Christen hochhalten.
Fest steht: Gott weiß, was wir getan haben, das Gute und das Böse. Auch im vergangenen Jahr haben wir erleben können, dass er uns die Tür offen hält: Die Tür zur Gnade, zum Segen, zum Trost. Gott schenkt uns so viel Kraft wie wir brauchen, denn des Herrn „Kraft ist in den Schwachen mächtig“ (vgl. 2 Korinther 12,9 ). Wir können seinem Wort vertrauen. Auch zukünftig soll das Wort Gottes Maßstab und Richtschnur für unsere Lebensführung sein.
Nach der gemeinsamen Feier des Heiligen Abendmahls beendete der Apostel den Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.
Nach dem Gottesdienst, der sehr stimmungsvoll durch Liedvorträge des Gemeindechores umrahmt wurde, wünschte der Apostel allen Glaubensgeschwistern und Gästen einen friedvollen Abschluss des alten und einen guten Beginn des neuen Jahres.