Am 3. Septembersonntag besuchte Apostel Jürgen Loy die Bezirksgemeinde Ost in der Bietigheimer Kirche. In diesem Festgottesdienst, der musikalisch durch den Chor der Bezirksgemeinde und das Bezirksorchester mitgestaltet wurde, empfingen Kinder das Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Apostel Jürgen Loy wählte für diesen Gottesdienst ein Bibelwort aus Matthäus 9, 36+37, das mit „Die große Ernte“ überschrieben ist und wenige Wochen zuvor auch von Stammapostel Jean-Luc Schneider verwendet worden ist: „Und als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren geängstet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben. Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.“
Der 21. September hat eine besondere Bedeutung: Im Jahr 1981 wurde der 21. September von den Vereinten Nationen als „Weltfriedenstag“ eingeführt, seit 2004 wird dieser auf Empfehlung des Ökumenischen Rats der Kirchen weltweit als „Internationaler Gebetstag für den Frieden“ begangen.
Nach dem Bibelwort setzten Chor und Orchester mit Mendelssohns „Verleih uns Frieden gnädiglich“ einen musikalischen Impuls anlässlich des Weltgebetstags für den Frieden. Der Apostel begrüßte die Gottesdienstteilnehmer mit dem Wunsch, den Frieden des Auferstandenen an diesem Tag und in diesem Gottesdienst zu erleben. In seiner Predigt stellte er heraus, dass an diesem Gebetstag nicht die Probleme der Welt lösbar oder einfach „wegzubeten“ sind. Jedoch könne das Bekenntnis zu Jesus Christus, welcher der Friede ist, weitergetragen werden. In Bezug auf das Bibelwort führte der Apostel aus, dass Gott Mitgefühl ("jammerte es ihn") mit jedem einzelnen Menschen habe und er seinen Sohn auf die Erde gab, der sich geopfert und damit für uns das Heil bereitet habe. Der Aufruf zur Mitarbeit im Kontext des 37. Verses galt seinen Jüngern, den Aposteln. Doch jeder Christ ist in der heutigen Zeit aufgefordert, die frohe Botschaft weiterzutragen. Dazu zählt auch, nicht achtlos wegzuschauen, wenn wir die Not des Anderen sehen. Wir wollen als Friedensboten auf den Nächsten ohne Vorurteile zugehen und ihm die Hand reichen.
Nach weiteren Predigtbeiträgen des Bezirksvorstehers Thomas Härdter und des Gemeindevorstehers der Gemeinde Illingen Andreas Kaupp spendete der Apostel drei Kleinkindern das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Die besondere Hinwendung Gottes zu den Kindern zeigt sich beispielsweise dadurch, dass Jesus zu den Eltern sagte, dass ihre Kinder einen Engel im Himmel haben und dieser Engel allezeit das Angesicht des Vaters sieht. „Keines ist alleine, Gott sieht dich!“ – ein Bild, das der Apostel den Eltern und ihren Kindern mit auf den Weg gab.