Im Jahr 2025 feiert die Kirchengemeinde Markgröningen ihr einhundertjähriges Bestehen. Den Auftakt zum Jubiläum bildete der Gottesdienst am 23. Februar 2025, zu dem die Gemeinde den Leiter des Kirchenbezirks, Bezirksältester Thomas Härdter, begrüßen durfte.
Nach dem musikalischen Auftakt mit dem vom gemischten Chor vorgetragenen Lied: „Wie lieblich ist Zion“ erhielten die Gottesdienstbesucher durch den Gemeindeevangelisten i.R. Dieter Kraiß einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen 100 Jahren.
Zu Beginn der Wortverkündigung übermittelte der Bezirksälteste Glückwünsche an die Jubiläumsgemeinde und begrüßte daran anschließend den neuen Vorsteher Priester Michael Schert und den stellvertretenden Vorsteher Priester Thomas Birmelin. Beide Seelsorger waren am Sonntag, 16. Februar 2025, im Gottesdienst mit Apostel Jürgen Loy dazu beauftragt bzw. ernannt worden (siehe Bericht). In diesem Gottesdienst war der seitherige Vorsteher, Gemeindeevangelist Kraiß, in den Ruhestand versetzt worden.
Danach ging Bezirksältester Härdter auf das Bibelwort aus dem Markusevangelium ein, das an diesem Sonntag Grundlage für die Predigt war:
Und wo er in Dörfer, Städte oder Höfe hineinging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, dass diese auch nur den Saum seines Gewandes berühren dürften; und alle, die ihn berührten, wurden gesund (Markus 6,56).
In seiner Predigt zeigte der Bezirksälteste ausgehend vom Bibelwort das Heilswirken Jesu auf. Jesus Christus wandte sich an allen Orten allen hilfesuchenden Menschen zu. Er beleuchtete die unterschiedlichen Lebensumstände der Menschen in den Höfen, Dörfern und Städten damals und heute. Um von Jesus Christus Hilfe zu erlangen, so beschreibt es das Bibelwort, war es notwendig, mit ihm in Berührung zu kommen.
Der Bezirksälteste erläuterte, wie wichtig es für unsere Beziehung zu Gott und Jesus Christus ist, dass es immer wieder Berührungspunkte gibt, die unsere Beziehung zu Gott stärken und vertiefen.
Zum Predigtbeitrag des neuen Vorstehers, Priester Michael Schert, leitete eine mit dem Klavier intonierte Variation des bekannten Liedes „Brich herein, süßer Schein“ über. Den unterschiedlichen Charakter der einzelnen Tonfolgen verglich Priester Schert mit seinen Empfindungen im Zusammenhang mit der neuen Aufgabe als neuer Vorsteher der Gemeinde. Er führte aus, wie es von einer anfänglichen inneren Unruhe in ihm immer ruhiger wurde.
Anschließend wurde Priester Thomas Birmelin ebenfalls um einen Predigtbeitrag gebeten. In seinen Ausführungen ging er besonders auf das an der Altarwand angebrachte Motto „100 Jahre - gemeinsam glauben – gemeinsam beten“ ein.
Nach Ende des Gottesdienstes warteten noch einige besondere und vor allem überraschende Momente auf die Gemeinde, den bisherigen Vorsteher und seine Gattin, sowie den neuen Vorsteher und seinen Stellvertreter. Zuerst überreichte Priester Birmelin einen Geschenkgutschein der Amtsträger und Gemeindehelfer. Danach bedankte sich die ganze Gemeinde mit einem auf den seitherigen Vorsteher getextetes Lied.
Noch eine Überraschung wartete: Eingebettet in eine berührende Ansprache unserer Glaubensschwester Bianca Lutz erhielten der alte und neue Vorsteher und sein Stellvertreter ein T-Shirt mit den passenden Aufdrucken: „Ruheständler, Chef und Vize“.
Nach diesem denkwürdigen Gottesdienst waren alle Anwesenden herzlich zum Sektempfang und Kirchencafé eingeladen.