Ein bedeutender Tag, verbunden mit einem besonderen Gottesdienst, war der 12.4.2026 für die drei Konfirmanden der Bezirksgemeinde Ost.
Als Bibelwort zu ihrem Konfirmationsgottesdienst verwendete der Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks, Thomas Härdter, die Worte aus Matthäus 10,32 „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel“.
Der Bezirksvorsteher erzählte zu Beginn seiner Predigt eine Geschichte von einem Jungen, der von seinem Großvater einen alten Kompass geschenkt bekam. Der Großvater sagte dem Jungen, dass der Kompass ihm nie den genauen Weg weise, aber ihm immer die richtige Richtung zeigen werde. Sinnbildlich ist der Kompass im Leben der Glaube an Gott. Wir sollen den Glauben nicht als etwas altes oder anachronistisches aus Großvaters Zeiten sehen, sondern als etwas, das uns im Leben begleitet und uns eine Orientierungshilfe ist, so der Bezirksvorsteher.
Das Bekennen zum Glauben und zu Jesus Christus soll eine Konstante im Leben der Konfirmanden und in unserem Leben sein. Sich zu Jesus Christus zu bekennen sei mehr als nur Glauben, der Bezirksvorsteher bezeichnete das auch als "Glauben 2.0".
Christliche Werte sind Orientierungshilfen im Leben, so wie Jesus das in seiner „goldenen Regel“ in der Bergpredigt sagte: „Alles nun, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut auch ihnen!“. Der Bezirksvorsteher stellte der ganzen Gemeinde die Frage „Wird bei allem, was wir sagen und tun Jesus Christus erkennbar?“
Auch die beiden Priester Michael Stolz und Thorsten Pfeiffer griffen das Thema "Bekennen" in ihren Predigtbeiträgen auf. Sich zu Jesus Christus zu bekennen sei oft nicht einfach, da es meist nicht den „Mainstream“ der Gesellschaft widerspiegele. Aber wir dürfen sicher sein, Jesus Christus bekenne sich zu uns, wenn wir uns auch zu ihm bekennen. Im Laufe unseres Lebens kommen wir immer wieder in Turbulenzen, unser Bekennen und unser Glaube nehme so mancher Turbulenz die Wucht, so die beiden Priester.
Mit dieser Zuversicht und Glaubensgewissheit legten die Konfirmanden ihr Konfirmationsgelübde ab, um dann selbst die Verantwortung für ihren Glauben zu übernehmen.
Der Konfirmationsgottesdienst wurde musikalisch mit Beiträgen des gemischten Chors, mit Orgel- und Klavierbegleitung sowie Trompete und Geige gestaltet.