Im Rahmen der Konzertreihe „Orgeln in unseren Kirchen“ gestalteten Ende Januar mehrere Organisten sowie der Männerchor des Kirchenbezirks einen klangvollen Samstagabend in der Bietigheimer Kirche.
An der Steirer-Stahl Orgel, die verteilt auf 2 Manuale und Pedal insgesamt 16 Register umfasst, erklangen Werke zeitgenössischer Komponisten. Größtenteils handelte es sich dabei um Bearbeitungen bekannter und vertrauter Choräle in unterschiedlichsten Stilrichtungen. Von „Wie groß ist des Allmächtgen Güte“ als barock anmutendes Choralconcerto (komponiert von Roland Schlerf) über die fast schon meditativ wirkenden Variationen des Kirchenliedes „Näher, noch Näher“ – vom Komponisten Markus Dreja selbst aufgeführt – bis hin zu einem ausdrucksstarken, sehr rhythmisch geprägten Präludium „Nun danket alle Gott“ (Komponist: Phil Lehenbauer) kam das Spektrum der Bietigheimer Orgel voll zur Geltung.
Der Männerchor trug fünf Lieder aus der von Klaus Michael Fruth Anfang der 1990er Jahre zusammengestellten und arrangierten Kantate für Bariton-Solo, Männerchor und Orchester „Jesus, seine Apostel und seine Braut“ vor. Die auch aus der neuapostolischen Männerchormappe bekannten Kompositionen, darunter „Du bist allein“, „Eine Botschaft voll Erbarmen“ oder „Herr Jesu, komm“, wurden dabei mit einem Begleitsatz für Orgel aufgeführt. Mit „Laudate omnes gentes“ (Lobsingt, ihr Völker alle) von Jacques Berthier setzte der rund 25 Sänger umfassende Chor den krönenden Schlusspunkt des Abends.
Walter Böttiger, der die Konzertreihe „Orgeln in unseren Kirchen“ koordiniert, und durch den Abend führte sowie zugleich als Organist und Dirigent im Einsatz war, bedankte sich herzlich im Namen aller Mitwirkenden bei den Zuhörern für den lang anhaltenden Applaus.